WIR STEHEN AUF GEGEN

ZWANGSPROSTITUTION

Wohnprojekt Hoffnungsweg

Um aus der Prostitution aussteigen zu können, benötigen die meisten einen klaren Schnitt mit ihrem alten Leben, wozu u.a. ein neuer Wohnort gehört. Unser Wohnprojekt Hoffnungsweg stellt ein niedrigschwelliges Angebot dar, um Personen zu unterstützen, die ein eigenständiges Leben außerhalb der Prostitution aufbauen wollen.

Wir sehen das Wohnprojekt als eine wunderbare Möglichkeit, Frauen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen die Zeit, die sie brauchen, zu geben, um sich zu sortieren und zu entscheiden, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen, um dann diesen Weg einzuschlagen. Unser Ziel ist es, ein familiäres Umfeld und niederschwelliges Angebot für Aussteigerinnen zu schaffen, die wir innerhalb des Hauses begleiten und betreuen.

Angebot

• Wohnort außerhalb des Milieus für
bis zu einem Jahr
• Alltagsstruktur
• Begleitung u. Betreuung durch
Sozialarbeiterinnen
• Pädagogische Angebote
• Vermittlung in den Arbeitsmarkt
• Heilung: medizinisch, therapeutisch

Zielgruppe

• Personen, die aus der Prostitution
aussteigen möchten
• Personen, die nicht gefährdet sind
durch Verfolgung
• Frei von Substanzabhängigkeiten
(sonst vorheriger Entzug)
• Die Herkunft und Religionszugehörigkeit spielen keine Rolle
• Volljährige Personen
(gemeinsam mit Kindern möglich)

An Schutzräume vermitteln

Unser Anliegen ist es, dass Betroffene aus der  Zwangsprostitution befreit werden und ein neues und geschütztes Leben beginnen können. Dazu stehen wir mit einer 24/7 betreuten Notfallnummer zur Seite. In akuten Fällen betreuen wir Betroffene und haben ein Netzwerk an Partnerorganisationen und Schutzunterkünften, an die wir vermitteln können.

 Weiterhin stehen wir in Kontakt mit der Polizei und weiteren Organisationen, um Betroffenen von Menschenhandel die bestmögliche Unterstützung anbieten zu können.

Ambulante Betreuung

Wir betreuen Personen, die sich noch in der Prostitution befinden und erste eigene Schritte raus aus der Prostitution gehen möchten. Hierbei geht es um Personen, die nicht akut gefährdet sind – d.h. bei denen kein Zuhälter oder eine kriminelle Gruppierung im Hintergrund steht. Trotzdem schaffen sie den Ausstieg nicht alleine und wir unterstützen dabei. Wir unterstützen in Bezug auf Behördengänge, Arbeitssuche, Vermittlung an entsprechende Fachstellen u.v.m.

Da die meisten Frauen unserer Erfahrung nach psychisch nicht stabil sind, arbeiten wir traumapädagogisch und ressourcenorientiert und schaffen bei Bedarf eine Therapieanbindung. Außerdem betreuen wir Personen, die bereits aus unserem Wohnprojekt Hoffnungsweg ausgezogen sind und  noch Unterstützung in der Übergangsphase ins selbstständige Leben benötigen. 

Infobeitrag

Du möchtest mehr über das Thema Ausstieg aus der Prostitution wissen? Sieh dir unsere Artikel darüber an.